Oscars2015: Die politischen Festspiele von Los Angeles

©AMPAS

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Neil Patrick Harris in einem weißen Schlüpfer. Eine Szene, die Fans von How I met Your mother nicht so ungewöhnlich finden, hat er doch sich als Barney Stinson schon für so manche Frau entblößt. Als Gastgeber der 87. Oscars in der vergangenen Nacht, war das einerseits ungewöhnlich und andererseits auch nicht. Sonst sind die Moderatoren beim Branchenhöhepunkt des Jahres eher konservativ, charmant und vor allem im wahrsten Sinne des Wortes zugeknöpft. Er dagegen hat kein Problem, eine Szene aus dem Gewinnerfilm des Abends Birdman nachzustellen. So unkompliziert Harris seine Schauspiel- und Sangeskünste zur Schau stellte, saßen nicht alle seine Wortwitze im Verlauf des Abends. Oftmals wartete man auf eine Pointe, allerdings kam sie nicht. Die Taktik der Verzögerung, wie in How I met your mother zum guten Ton gehörte – Wait for it, it’s gonna be legen-……..dary – griff einfach nicht. Schade eigentlich, ich hatte mich auf ihn sehr gefreut. Aber: Der Conferencier der Oscars schwankte zwischen Totalausfall und hübschen Ideen, die Eingangssequenz „Moving Pictures“ fand ich sehr gelungen. So bleibt von den Oscars weniger die Moderation in Erinnerung als vielmehr die politischen Aussagen der Gewinner – natürlich neben den Preisen.

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