Liebster Award (Teil 2)

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Der Liebster Award schneeballt sich durch die Filmbloggerwelt. Die Singende Lehrerin hat mich netterweise nominiert und gerne komme ich ihren Fragen nach.

1. Wie viel Zeit verbringst du mit Social Media (Blog, Facebook, Twitter…)? Jetzt mal ehrlich! 😉

Da ich in dem Bereich arbeiten will, sehr viel Zeit. Social Media betreibe ich seit einem halben Jahr recht intensiv. Im Schnitt 3h pro Tag würde ich schätzen.

2. Hast du einen selbst veröffentlichten Artikel, der dir besonders am Herzen liegt? Warum?

Ja. In dem Artikel geht es um das Buch Der Tänzer von Colum McCann. Er liegt mir deswegen am Herzen, da es mein erster Artikel war, in dem ich die meisten Features des Bloggens ausprobiert habe (Bilder, Videos, Links einbauen). Und so die Kritik zum Buch – das ich übrigens nur empfehlen kann – dadurch maßgeblich gewinnt. Meine Deutschlehrer haben gern das Wort „anschaulich“ verwendet. Es ist doch nochmal was anderes, wenn man die Hauptfigur des Buches Nurejew in einem Video tanzen sieht.

3. Würde es dich manchmal interessieren, eine/n befreundete/n Blogger/in live zu treffen? Oder trennst du strikt dein virtuelles und reales Leben?

Nein, trenne ich nicht. Im realen Leben habe ich schon die sehr nette Bekanntschaft der Singenden Lehrerin gemacht – Essen beim Inder mit ihr kann ich nur empfehlen! Demnächst werde ich auf ein Münchner Blogger-Treffen gehen, um mich auszutauschen und neue Ideen für „mein Baby“ zu bekommen.

4. Mit welchem Ziel/Wunsch hast du mit dem Bloggen begonnen? Hast du das Ziel erreicht?

Mehrere Gründe: 1. Ich hab den Blog angefangen, um meine Schreibe nicht zu verlieren. 2. Und natürlich haben mich öfters Freunde gefragt: „Sag doch mal nen guten Film für heute abend“. Diese Fragen soll der Blog im Keim ersticken, obwohl man sich im großen Dschungel des Zelluloids leicht verlieren kann. 3. Freue ich mich, andere Blogs zu lesen, beziehungsweise auf neue Tipps in Sachen Film/Serien/Bücher zu stoßen. 4. Ehrlich gesagt, ein Ziel hab ich mir nicht gesetzt. Es macht mir einfach Freude, meine Begeisterung für Geschichten in jeglicher Form zu teilen.

5. In Perfect Sense verliert die Menschheit alle Sinne, es beginnt mit dem Geruchssinn und endet mit dem Sehvermögen. Welcher Sinn ist euch am wichtigsten, welchen würdet ihr bis zuletzt bewahren wollen?

Für mich wäre der größte Verlust das Augenlicht. Ich brauch einfach Bilder. So könnte ich wenigstens noch Bücher lesen (nix gegen die Braille-Schrift – stell ich mir aber sehr mühsam vor). Und Bücher bieten ja besten Stoff für großartiges Kopfkino.

6. Auf Conventions zu gewissen Serien gibt es oft die Möglichkeit, für eine stattliche Summe ein Meet & Greet (30 Minuten, ca. 15-30 Fans) mit einem Schauspieler aus der jeweiligen Serie zu ergattern. Gibt es eine/n Schauspieler/in (oder einen anderen prominenten Menschen), für den/die du JEDE Summe zahlen würdest (alternativ: wo läge die Höchstgrenze?), nur um ihm/ihr einmal eine halbe Stunde ganz nah zu sein (wenn auch nicht ganz allein! ;))? Wenn ja, worüber würdest du mit ihr/ihm reden wollen?

Bryan Cranston – Walter White aus Breaking Bad – wäre ne Option. In Interviews kommt er ganz locker rüber. Mich würde interessieren, inwiefern seine Rolle als Walter White ihn persönlich beeinflusst hat. Oder Michelle Williams: Doch in ihrer Gegenwart fürchte ich, würde ich einfach nur hochrot anlaufen und keinen Ton rausbringen. Dann wäre das Treffen für die Katz. Auf ein Bier würde ich gerne mal mit Craig Ferguson gehen, dem ehemaligen Moderator der Late Late Show auf CBS. Ein sehr witziger Typ, mit dem ich sicher eine Menge Spaß hätte. Ich würde zum ersten Mal in meinem Leben Haggis essen und er würde mich aufgrund meines Gesichtsfaschings auslachen.

7. Magst du offene Enden bei Filmen, Serien, oder Büchern? Warum (nicht)?

Kommt auf das Ende an. In der Regel finde ich es toll, weil man die Geschichte in den Alltag mitnimmt und sich überlegt, was wäre wenn. Vor allem solche alberne Happy-Endings gehen mir meistens auf den Keks. Die Realität sieht einfach anders aus.

8. Schaust du Serien und Filme ausschließlich/meistens/gelegentlich/nie im Original?

Ausschließlich im Original. Meistens sind die Übersetzungen nicht so viel schlechter. Aber bei Witzen beispielsweise schwingen einfach so viel sprachliche Nuancen mit, die oft nicht wiedergegeben werden können. Nur ganz selten ist die Syncro besser, bzw. schafft ganz neue Schöpfungen. Berühmtes Beispiel ist wohl: „Jippheijay Schweinebacke“ – das es ja in den deutschen Sprachgebrauch schaffte. Im Original heißt es „Jippheijay motherfucker“ – irgendwie langweilig und gewöhnlich (!). Die Verwendung von Schweinebacke gebt John McClane einen individuellen Touch.  Zweites Beispiel ist die englische TV-Serie „Die Zwei“ aus den 70ern: Im Land des Gentlemans kam die Serie nicht gut an. Sie war total bieder, unlogisch und langweilig – ein Misserfolg. Die deutsche Syncro bastelte eine völlig neue Serie mit zahlreichen Wortspielereien und Witzen – trotz derselben Bilder. Ironischerweise waren die Serie in den Ländern wesentlich erfolgreicher, die als Basis die deutsche Syncro statt des englischen Originals hatten.

9. Gibt es ein Genre – egal ob Film, Serien, oder Bücher – , um das du einen großen Bogen machst?

Horrorfilme schau ich eher selten an. Bei Blogger-Aktionen wie dem Horroctober steh ich dann außen vor. Früher mal hatte ich den Ehrgeiz mich durch viel Blut und Gedärme zu schauen – einfach um ein breites Filmwissen zu haben. Aber jeden Genre-Streifen in dieser Richtung muss ich nicht sehen, außer so Knaller wie „Cabin in the woods“.

10. Hattest du als Kind/Jugendliche einen eigenen Fernseher oder habt ihr als Familie zusammen ferngesehen?

Die Familie hatte in meiner Jugend einen Fernseher und sechs Programme. Die Auseinandersetzungen hielten sich aufgrund der mangelnden Auswahl in Grenzen. „Wetten dass???“ – war damals eine sehr beliebte Lagerfeuer-Sendung der Familie. Ich kann jetzt auch nicht sagen, dass ich groß was vermisst habe. Der Bub ist auch ohne eigenen Fernseher groß geworden.

11. Wie stehst du zu deutschem Fernsehen?

Dem deutschen Fernsehen steh ich recht eindeutig gegenüber: zweispältig. Was ich gerne konsumiere ist öffentlich-rechtliches Fernsehen: Nachrichten, Sportschau und selten Arte. Privatsender zapp ich nur mal durch: Schließlich will ich ja wissen, auf welch absurde Sendungen gelangweilte Fernsehredakteure kommen, die dann genüsslich bei „Walulis sieht fern“ aufs Korn genommen werden. Großes Youtube!

Da einige meiner lieben Bloggerkollegen schon mit Fragen einiger „Liebster Awards“ im Hintertreffen sind, will ich sie nicht weiter nerven als nötig. Und somit verzichte ich auf eigene Fragen. Ich will mich nur nochmal für die nette Community bedanken, dass sie mich so freundlich aufgenommen hat und die sich gegenseitig so gut unterstützt. Besonders bei: Die Singende Lehrerin, lilakolumne, Ergothek, gurkknauer’s Blog, Trivial und bullion.