Wie das Schauen von TV-Serien mein Leben beeinflusst

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„Gibt es Sachen, die ihr von modernen TV-Serien gelernt habt?“ Diese Frage stellte ich auf Twitter meinen Followern. Das Ergebnis liest sich ganz lustig:

Die Aussagen spiegeln vor allem die dunklen Abgründe der Figuren wieder – wie beim Beispiel bei der Serie Hannibal: Hier wäre also angebracht sein näheres Umfeld zu verschonen, um genüsslich und ohne Risiko Menschen aufzuessen. Auch für die politische Bildung wäre es sinnvoll House of Cards zu genießen: Anschaulicher bekommt man kaum die US-Innenpolitik vermittelt. Wer sich als Hobbydetektiv probieren will, der sollte auf die Navy-CSI Regeln von Ermittler Gibbs vertrauen. Oder wer als Arzt Patienten heilen will, der lässt sich auf die Fälle von Dr. House ein. Die Universität Marburg bietet dazu seit Jahren das Dr. House Seminar an. Nur ist es wirklich sinnvoll Serien anzuschauen? Oder ist das nur ein banale Rechtfertigung stundenlang vor der Glotze zu verbringen – und zwar nicht nur an verregneten Sonntagen.

Mehr Toleranz?

In meinem Bekanntenkreis sprach ich das Thema an. Die Antwort einer Freundin: die Frauenknastserie Orange is the new Black habe sie zu einem toleranteren Menschen gemacht. Konkret geht es um die Storylinie der Nebenfigur Sophia: Sie hat sich von einem Mann zu einer Frau umoperieren lassen. Sie erduldet dafür die Ausgrenzung ihres Umfelds, hadert aber mit der Zurückweisung des eigenen Sohnes. Als sie im Gefängnis sitzt, verweigern ihr die Behörden ihre Medikamente. Ohne die laufende Hormonzufuhr wäre ihre  ganze Umwandlung umsonst gewesen. Die Bekannte konnte zumindest erahnen, wie schlimm das für Sophia sein müsste – welch seelische Qualen sie deswegen durchleidet. Sie sei bislang gegenüber Transsexuellen unsicher bis negativ eingestellt gewesen. Durch die Serie habe sich ihr Bild gewandelt, beziehungsweise sei sie ihnen gegenüber empathischer geworden. Das mag ein Einzelfall sein, aber immerhin. Eine Einschränkung würde ich trotzdem vornehmen: Wer kein offener Mensch ist, wird solche Serien sowieso verschmähen. Ich selbst habe nicht das Gefühl durch meinen Serienkonsum ein toleranterer Mensch geworden zu sein. Umso neugieriger bin ich, wie oftmals Randbereiche und Extremsituationen des menschlichen Zusammenlebens ausgeleuchtet werden. Sei die wunderbar absurde Situation von Schotty, dem Tatortreiniger, der Gespräche mit den Hinterbliebenen von Mordopfern führt und dabei Blut und sonstige Überbleibsel wegputzt oder die spannungsgeladene Ausgangslage als KGB-Spion in den USA zu leben. Nur wer drastischen Problemen ausgesetzt wird, greift zu ungewöhnlichen Methoden, um sie zu lösen – und das ist interessant. Ob ich davon etwas in mein reales Leben mitgenommen habe? Eher zweifelhaft. Dafür sind die Handlungslinien in Serien viel zu geschliffen, denn sie unterstützen die Hauptcharaktere in ihren Plänen und Machenschaften massiv, um Spannung zu erzeugen. Walter White aus Breaking Bad hätte im realen Leben kaum die Möglichkeit gehabt, ein Drogen-Imperium zu gründen.

Nachdenken über Buch…

Das Schöne ist ja nur das Schauen an sich, sondern auch das Diskutieren: Bei meiner Freundin und mir passiert das regelmäßig. Das Geschehen auf dem Bildschirm wirft meist moralische Fragen zurück in unseren Alltag. „Was, du wärst auch so eiskalt wie Frank Underwood aus House of Cards und hättest Zoey ohne mit der Wimper zu zucken abserviert? Und damit kommt die Sache ins Private und sie fragt halblaut: „Wer ist nur dieser Mensch, der da neben mir sitzt?“ Solche Diskussionen bringen unweigerlich Schwung in eine Beziehung – positiv oder negativ. Der Vorteil einer Serie: Durch die direkte Vermittlung eines Themas ist es leichter für alle Beteiligten ein interessantes Gespräch in Gang zu setzen: Einfach die Stopp-Taste drücken und los gehts mit den Schüssen ins Blaue, wie sich die Charaktere und die Geschichte weiterentwickeln könnten oder wie diese oder jene Situation einzuschätzen ist. Anders ist es bei einem Roman, den wir erstmal beide gelesen haben müssen, um darüber zu sprechen. In der Regel sind mehrere Tage oder gar Wochen dazwischen bis man den selben Kenntnisstand besitzt. Und dann hat man vielleicht schon wieder die Hälfte vergessen. Der Spruch „eine Serie ist wie ein guter Roman“ trifft für mich genau den Punkt. Seit Serien von hoher Qualität über den Bildschirm flimmern, lese ich auch seltener ein Buch. Ich empfinde es auch weniger als Verlust, geht es mir doch um eine gute und komplexe Geschichte. Der Regisseur John Waters sagte einmal: “If you go home with somebody, and they don’t have books, don’t fuck ‚em!“ Reichte früher ein Blick in das Bücherregal, um den Menschen einzuordnen, muss man heute neue Wege gehen. „Zeigst du mir mal deinen Itunes/Netflix/maxdome-Account und ich sag dir, wer du bist?“

…und die Welt!

Manchmal beschäftigen mich Probleme/Fragestellungen aus Serien noch nach Tagen: Die Gedanken kreisen oft um einzelne Episoden, zum Beispiel die Folge „Fight“ aus Masters of Sex oder die berüchtigte Bluthochzeit aus Game of Thrones, die mich ziemlich schockiert hat. Wieso hat der Autor gegen den Strich geschrieben und die sympathischen Hauptfiguren sterben lassen? Was waren nur seine Beweggründe? Kommen solche Dinge, wie die beinah komplette Auslöschung einer Familie, nicht tagtäglich in den Kriegsgebieten im Nahen Osten vor? Und nur weil man diesen fiktiven Figuren in Game of Thrones jahrelang über Stock und Stein gefolgt ist, empfindet man so etwas wie Verlust? In der Medienpsychologie spricht man da von Parasozialer Interaktion: Das Aufbauen von Beziehungen zu nicht realen Akteuren, als wären sie wirklich. Konkret: Was hätte Don Draper aus Mad Men wohl zu diesem oder jenem Sachverhalt gesagt? Soweit geht mein Fan-Dasein nicht. Dagegen tauchen meiner Beobachtung nach Comic-Fans regelmäßig in diese Welt ab: So diskutieren sie leidenschaftlich, ob Batman oder Iron Man die Welt edler rettet, weil dieses oder jenes Gadget besser ist.

Fazit: Serien verändern das Leben vieler Menschen derzeit. Eine Entwicklung, die weder gut noch schlecht zu heißen ist. Mir macht sich jedenfalls großen Spaß in eine Welt hinabzutauchen und mich damit zu beschäftigen.

Was meint ihr? Was sind eure Erfahrungen?

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26 Gedanken zu “Wie das Schauen von TV-Serien mein Leben beeinflusst

  1. Ich warte schon voller Spannung auf die Zombieapokalypse, denn ich habe mittlerweile so viel Survival-Wissen erlernt, dass es eine ziemliche Verschwendung wäre, dieses Wissen nicht anwenden zu können. Kann da mal irgendjemand was machen? *weiter mit dem Samuraischwert übe* 😉

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  2. Sehr interessant!
    Ich denke, ich bin durchaus durch Serien toleranter geworden, aber in größerem Maße noch durch den Kontakt mit anderen Fans.
    Und auf jeden Fall interessiere ich mich dadurch für Vieles, um das ich mich vorher kein Stück gekümmert habe. Oder nicht so viel jedenfalls. Z.B. interessiere ich mich seit „White Collar“ sehr viel mehr für Kunst. Und mit Großbritannien konnte ich lange auch nichts anfangen, jetzt ist eher das Gegenteil der Fall.

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  3. Oh interessanter Artikel! Und ich habe herzlich gelacht bei den Twitter-Antworten, die du erhalten hast 🙂 Sollte wieder aktiver auf Twitter sein …
    Serien verändern mich dahingehend, dass ich wirklich was dazulerne. Früher haben meine Eltern immer geschimpft und gesagt „Fernsehen macht blöd“. Stimmt nicht – kommt drauf an, was man guckt. Man schnappt immer irgendwo was auf, was man vorher nicht wusste. Zumindest in vielen Formaten. Müssen nur mal in einem anderen Land spielen oder einen Beruf zeigen, von dem man vorher nicht viel Ahnung hatte. Meth kochen zum Beispiel XD Scherz … .
    Aber ansonsten bin ich mir gar nicht sicher, ob Serien mich verändert haben. Zumindest gab es keine extrem tiefschürfenden Aha-Momente. Stattdessen gefällt mir der Serien-Boom, weil es die Form Unterhaltung ist, die ich mir lange gewünscht habe. Unterhaltung, die sich Zeit nimmt eine Handlung zu entwickeln und ernsthaft eine Geschichte zu erzählen. Mir ist es wichtig, dass ich mich in die Handlung hineinversetzen kann. Bei vielen Stoffen, die ansonsten nur als Film in komprimierter Version erschienen wären, würde das schwerfallen.
    Und der Vergleich zum Buch ist gut: soviel Immersion bekommt man ansonsten in Büchern. Zumindest, wenn man es schafft die in angemessener Zeit zu lesen. Serien erreichen etwas ganz ähnliches – sprechen nur die Vorstellungskraft weniger an. Und das in kürzerer Zeit … heutzutage leider wichtig. Und das darüber sprechen ist auch wichtig geworden. Unsoziale Hobbys wie Filme und Serien schauen, aber auch Bücher lesen, ist längst nicht mehr so unsozial, weil viele es machen und darüber sprechen wollen.

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  4. „Wer kein offener Mensch ist, wird solche Serien sowieso verschmähen.“
    Da triffst du einen Punkt. Ich persönlich liebe „Orange Is The New Black“. Und obwohl ich der Meinung bin, schon vorher tolerant und aufgeschlossen zu sein, hat deine Freundin trotzdem Recht. Durch Sophia erlebt man als Zuschauer eben hautnah, welche Probleme das Transgender-Dasein mit sich bringt und womit die Personen zu kämpfen haben. Es ist ein guter Einblick in die ganze Materie, die man im Alltag so eben kaum mitbekommen würde.

    Und gerade die Beispiele zeigen ja auch, was uns so bewegt: Die Abgründe, die extremen Seiten der Menschen. Mein Freund und ich diskutieren auch ständig darüber, gerade jetzt wieder wegen „The Walking Dead“. Vielleicht lernen wir nicht unbedingt aus Serien, aber Serien schaffen es ziemlich gut, uns die Abgründe des menschlichen Daseins näherzubringen, uns sozusagen mit der Nase in den Haufen zu stupsen. Damit uns das einmal bewusst wird.

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    • Ich seh das genauso: An Sachen wie Toleranz bzw. noch viel wichtiger Akzeptanz kann gar nicht so oft genug herangeführt werden. Umso schöner so, dass dazu keine Moralkeule geschwungen werden muss, sondern das durch die Blume geschieht – der Serie sei dank.

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  5. Hm, ich weiß nicht, ob sich mein Leben durch das Schauen von Serien verändert. Ich habe eher das Gefühl, dass es mein Leben bereichert, aber nicht im Sinne von „Diese Serie hat mir die Augen geöffnet“. Klar, „West Wing“ und – viel böser – „House of Cards“ hielten/halten mein Interesse an amerikanischer Politik hoch und ich habe auch einiges über politische Prozesse daraus gelernt (z. B. wie und warum „Filibuster“ eingesetzt wird).

    Andererseits haben jetzt in den letzten Jahren britische Serien mein Interesse an Großbritannien erhöht, von daher, vielleicht doch eine Wende in meinem Leben (ich war ja immer primär Amerikanistin).

    Was allerdings so Dinge wie Einstellungen, Vorurteile oder ähnliches anbelangt, habe ich eher das Gefühl, dass da manche Serien meine (tolerante) Einstellung einfach bestätigt haben. Lesbische Liebe bei „Buffy“, ein schwuler schwarzer Cop bei „Six Feet Under“, der unsterbliche Captain Jack Harkness, der in seinem langen Leben schon viele Frauen und Männer geliebt hat in „Torchwood“ – alles für mich Bestätigung, dass es egal ist, ob Mann und Frau oder Mann und Mann, Frau und Frau… Die Liebe zählt.

    Und manche Serien, die vielleicht eigentlich eine ganz bestimmte (politische) Aussage haben, wie z. B. „24“ (pro Folter), habe ich trotz gegenteiliger Einstellung genossen. Und egal, wie viele Serien ich schaue, in denen Drogen – weiche oder harte – konsumiert werden; meine Anti-Drogen-Haltung hat sich weder in die eine (Kiffen ist lustig/alltäglich -> „That 70s Show“, „Californication“ „Weeds“) noch in die andere (Meth ist gefährlich -> „Breaking Bad“) verändert. Ich war schon als Jugendliche gegen Drogen und bin es heute immer noch.

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    • Zumindest dürfte Walter White sicherlich einen erheblichen Anteil daran haben, dass die Schüler in Chemie wieder mehr aufpassen – kann man so doch „tolle“ Dinge damit machen! 😉
      Ja, ich denke, wenn man ein aufgeschlossener Mensch ist, sind die gezeigten ehemaligen „Tabubrüche“ längst in den Mainstream aufgenommen worden. Vor 20 Jahren wären solche Sachen noch undenkbar gewesen. Eigentlich doch schön, dass es solche Vielfalt zumindest im Fernsehen gibt. Ob das auch in Realität gelebt wird, steht natürlich auf einem ganz anderen Blatt.

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    • „Ob das auch in Realität gelebt wird, steht natürlich auf einem ganz anderen Blatt.“

      -> Ein wahres Wort!

      „Immerhin“ gibt es in meinem Freundeskreis und Bekanntenkreis Lesben, Schwule und einen Mann, der früher eine Frau war. Inwiefern wiederum das für die Mehrheit der Gesellschaft Normalität ist… ich weiß es nicht.

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  6. Spannende Frage. Wirklich tiefgründig beeinflussen tun mich Serien kaum. Allerdings erweitern sie das Interessengebiet. Seit sich bspw. die Protagonisten vermehrt zu Antagonisten wandeln, wird der Blick auf deren Psyche immer interessanter und diskussionswürdiger. Menschliche Abgründe rücken wie selten zuvor in den Mittelpunkt und werden immer faszinierender und präziser präsentiert. Und dank der ersten Staffel „Hannibal“ habe ich auch erstmals erlebt, wie es sich anfühlt, wenn ein von sich aus interessanter Charakter eine Grenze überschreitet, über die meine Empathie nicht folgen kann oder gar will. Und ich dachte immer, ich sei in der Hinsicht recht tolerant. Aber das war wirklich hart für mein Moralempfinden.

    Und mittlerweile denke ich sowieso, Serien sind die besseren Filme.

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    • Hast du dann „Hannibal“ ad acta gelegt, hast du es widerwillig weitergeschaut oder bist du Hannibal dann einfach weitergefolgt? In Breaking Bad dauert die Verwandlung vom guten Walter zum vollkommen tyrannischen Heisenberg ja vier Staffeln. Meinst du, dass es macht es nen Unterschied, wie lange man mit einer Figur schon mitfiebert? Also ob man sie trotz moralisch zweifelhafter Handlung immer noch für sympathisch hält?

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    • Zu „Hannibal“: Staffel 1 hatte ich direkt bei Erscheinen geschaut und dann einfach vergessen weiterzuschauen. Habe mir aber fest vorgenommen weiterzumachen. Dafür sind mir die Charaktere zu vielschichtig.
      Ich würde auch nicht soweit gehen und sagen, dass mich die Figur des Hannibal davon abhalten kann weiterzugucken. Es fand lediglich eine Gratwanderung in Hinblick auf die Betrachtung seines Charakters bei mir statt. Vom faszinierenden Bösen, zum puren Bösen. Inwieweit mich das jetzt für Staffel 2 beeinträchtigt, kann ich dann gerne berichten. Glaube aber, dass ich mich damit arrangieren, bzw. es sich auch wieder ändern kann, je nachdem wohin es mit der Figur eben hingeht. Aber dieser Grenzüberschritt war für mich im Film- & Serienbereich eine echte Premiere.
      Bei BB ist es etwas anders, da ich Walter von anfang an nicht ausstehen konnte und es auch im weiteren Verlauf absolut nicht besser wurde. Eigentlich interessant, da durchaus Parallelen zwischen Hannibal und ihm existieren (Manipulation. Streben nach (Zweck)Gemeinschaft). Auch bei BB gab es eine Grenzüberschreitung (ich glaube es war in der letzten Staffel, die Folge mit dem Zug). Auch wenn es jetzt hart klingt: Sie hat mich zwar betroffen zurückgelassen, aber wirklich nahe ging sie mir trotzdem nicht. Auch wenn der Kontext rund um die Handlung mit den gut 60 Folgen weitaus präziser gehalten ist, als bei „Hannibal“ mit den ~10 Folgen der ersten Staffel, so hat es mir den Charakter nur noch unlieblicher gemacht, als er ohnehin schon war. Von daher lässt sich das eher „verzeihen“ (klingt paradox, aber ich hoffe du weißt was ich meine).

      Bei mir muss es am Anfang „klick“ machen. Dann ist mir ein Charakter sympathisch und die moralische Grenze wird definitiv etwas weiter gesteckt, als bei einem Unsymphaten, den ich recht zackig als Ar……. betrachte. Der kommt von diesem Titel in 98% aller Fälle aber auch nicht mehr weg. (Und nein, mir fällt gerade leider kein ebensolches Beispiel ein.)

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    • Hmm das dir Walter so unsympathisch war und du trotzdem die Serie durchgeschaut hast – machen sicherlich auch nicht viele Leute.
      Also hat dich das Charisma von Dr. Lecter so in den Bann gezogen, dass du ihm ein bisschen mehr verzeihst. Puh, vielleicht sollte ich mir die Serie doch noch zu Gemüte führen, obwohl ich nach drei Folgen aufgegeben hatte. Der junge Ermittler kam mir zu weinerlich vor und die Tode waren mir irgendwie zu inszeniert. Für mich verlor das seinen Reiz, wenn die Kamera in jeder Folge auf ästhetisch drapierte Leichen zoomt.

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    • Naja, die Serie – ich fand sie ja trotzdem gut – verfügte auch über starke Nebenrollen. So ist es ja nicht. Wobei es ohne Jesse wohl nicht für mich gereicht hätte. Aaron Paul wuchs in der Rolle über sich hinaus.

      Hmm. „Hannibal“ wird erst ab der Hälfte/im letzten Drittel richtig flott und fesselnd. Die ersten paar Folgen empfand ich auch als Krampf. Sobald sich aber der rote Faden durch die letzten Folgen sichtbar zieht, wird die Serie zum Genuss. Probier es nochmal aus. Das Problem hatten nämlich einige, die es dann doch durchgezogen und es nicht bereut haben. 😉

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  7. Serien werden so langsam zu dem, was früher Filme waren. Auch mit diesen hat man sich wissenschaftlich beschäftigt und sie sind anerkanntes Kulturgut. Serien werden diesen Status auch über kurz oder lang innehaben, zumal Hollywood immer mehr auf Effekte und Blockbuster setzt – und es sich Serien eben erlauben können epische Geschichten zu erzählen.

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    • Ja, die Filme werden darunter leiden. Die Hollywood-Studios werden dauerhaft sich auf Blockbuster kaprizieren müssen, wie du schon sagtest, da Effektfeuerwerke in Serien eher selten anzutreffen sind. Und die großen Geschichten werden vermehrt in Serien erzählt. Ich glaube, die Kategorie, die besonders unter der derzeitigen Entwicklung leiden wird, ist der Indy-Film. Er bietet keine Effekte bietet und kann nur mit einer abgründigen Story punkten. Doch gerade abgründige Stories werden auch von Serien aufgegriffen (siehe Breaking Bad). Also wo bleibt die passende Nische für die Indie-Filme?

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