Opium für den Gaumen

Ein Mohnfeld im österreichischen Waldviertel.

Ein Mohnfeld im österreichischen Waldviertel. Die Blüten leuchten nur einen Tag, übrig bleiben die Kapseln mit den kostbaren Samen, die aus der Küche des Landes nicht wegzudenken sind.

Meine neueste Leidenschaft ist Mohn – in jeglicher essbaren Form: Mohnkuchen, Mohnstrudel, Mohnnudeln, Germknödel mit Mohn und ähnliches. Diesem wunderbar nussigen Geschmack bin ich verfallen. In Deutschland ist der Anbau allerdings nicht erlaubt (fällt unter das Betäubungsmittelgesetz!), weswegen die Verbreitung in der deutschen Küche nicht sehr hoch ist. Ganz im Gegensatz zu unseren Nachbarn aus Österreich. Im Waldviertel, einer Region im Norden des Landes, kommt man an zahlreichen roten, weißen und blauen Mohnfeldern vorbei. Grund: Es ist eine regionale Kulturpflanze, die schon seit Jahrhunderten angebaut wird und deren Samen in der dortigen Küche exzessiv verwendet wird. Aber auch in der Kindererziehung: Babies bekommen einen sogenannten „Mohnzuz“, ein sedierender (opiumhältiger) Schnuller aus einem mohngefüllten Tuch. Das Kind nuckelt und schläft rasch ein.

Anbei ein Video zum Anbau von Mohn im österreichischen Waldviertel:

Besonders angetan haben es mir die Mohnnudeln:

Rezept für Mohnnudeln

 

Mohnnudeln - ja, sie sind ein Königreich wert!

Mohnnudeln – ja, sie sind ein Königreich wert!

 Zutaten:

1 kg mehlige Kartoffeln

etwas Salz

300 g Mehl

1-2 Eier

30 g Butter

100 g gemahlener Mohn (kann auch gerne etwas mehr sein! 😉 )

etwas Zucker

zerlassene Butter

 

Auf geht’s!

1. Kartoffeln kochen, schälen und passieren

2. Salz, Mehl, Eier und Butter dazugeben und rasch zu einem Teig verarbeiten

3. Fingerdicke Rollen formen und in 3 cm lange Stücke schneiden

4. Die Teigstückchen zu Nudeln formen und in Salzwasser kochen

5.  Die Nudeln abseihen und abschrecken

6. Mit zerlassener Butter, gemahlenem Mohn und Zucker vermischen

7. Servieren und Genießen

Tipp: Der Teig wird sehr weich. Beim Formen braucht man zusätzliches Mehl.

Bon Appetit!

Das Rezept ist aus dem Buch „Die österreichische Mohnküche“ von Inge Krenn.

 

 

 

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4 Gedanken zu “Opium für den Gaumen

  1. Mohnnudeln sind bestimmt lecker. Ich liebe auch Mohnbrötchen, Mohnstrudel, Mohnschnecken und was es sonst noch so alles gibt.
    Wenn man dann die Mohnnudeln zusammen mit passiertem Spinat verspeist, bekommt das Gegenüber bestimmt ein bemerkenswertes Lächeln zu sehen…
    #BloKoDe14
    LG
    Salvia von Liebstöckelschuh

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