Wer mit dem Feuer spielt (The affair, Staffel 1)

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Liebe auf dem ersten Blick ist ungefähr so zuverlässig wie Diagnose auf den ersten Händedruck. (George Bernard Shaw)

Gibt es einen glücklichen Menschen auf Erden, müsste es Noah Solloway sein. Er wohnt in New York, arbeitet als Lehrer an einer staatlichen Schule, schreibt in seiner Freizeit Romane, hat vier Kinder und führt eine glückliche Beziehung mit seiner Frau. Einen Riss bekommt Noahs Welt erst, als er mit seiner Familie, seine snobistischen reichen Schwiegereltern in Montauk auf Long Island besucht. Bei einem Halt an einer Raststätte trifft Noah auf die attraktive Kellnerin Allison. Und es passiert, was passieren musste: Der Blitz schlägt ein und zwar die Liebe auf den ersten Blick – im Französischen coup de foudre genannt. Dieses plötzliche leidenschaftliche Begehren zweier Menschen, das jenseits aller Logik liegt. Und als hätte Amor seine Hände im Spiel gehabt, treffen sich Noah und Allison zufälligerweise am Rande einer Party am Strand. Es kommt, wie es kommen muss, die Beiden beginnen eine Affäre. Weiterlesen …

10 schöne Intros von TV-Serien

 

Die richtige Stimmung für das Nachfolgende setzen, das ist die Aufgabe eines Intros. Alfred Hitchock beschwerte sich in den 50ern und 60ern stark darüber, dass viel Budget in seinen Filmen für die Title-Sequenz verschwendthe-walking-dead-season-1et wird. Die damals sehr aufwändige Erstellung konnte bis zu einem Viertel des Produktionsbudgets verschlingen. Das Ergebnis entlockt heutzutage nur noch ein Schmunzeln, schaut man sich die „psychodelischen“ Animationen aus Vertigo an oder die Intros bei den James Bond-Filmen an. Bei Serien sieht die Sache ein wenig anders aus: Früher wurden oft die Schauspieler mit einer kurzen Spielszene bei Intros eingeblendet und mit ihren realen Namen abgefeiert. 2015 kommt so etwas nicht mehr vor. Intros gelten da schon als künstlerische Visiten-Karte der Serie. In wenigen prägnanten Bildern wird der Grundtenor für die kommenden 50 Minuten gesetzt. Die Machart ist ganz unterschiedlich: Manchmal gibt es Standbilder, in die Animationen reingeschnitten werden. Oder man sieht Detailaufnahmen von Gegenständen oder Menschen, flüchtige Augenblicke oder fliegt, wie bei Game of Thrones, in der Vogelperspektive durch die komplette Welt von Westeros. Soweit ich weiß bietet allein Game of Thrones dem Zuschauer mit dem Intro sogar einen Mehrwert. Denn der Zuschauer sieht in jeder Folge die Orte, in welchen Teilen der Welt die Geschichte spielen wird. Um so schöner, dass Die Singende Lehrerin die wunderbare Idee hatte, eine Blogparade zum Thema TV-Serien-Intros zu veranstalten.

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Kaffeetrinken mit Amelie Poulian (Buchrezension: Anette Krischer – Paris)

Paris SchürenNein, kein Schwank aus, sondern ein „Schwelg“ in meine Jugend: Vor gut zwölf Jahren besuchte ich eine Freundin in Paris, die dort ein Auslandsjahr absolvierte. Da wir beide die großen Sehenswürdigkeiten der Stadt schon kannten, entschlossen wir uns eine andere Art der Städtetour zu machen: Und zwar wandelten wir auf den Spuren von Amelie Poulain, der Hauptfigur aus dem Meisterwerk Die fabelhafte Welt der Amelie, das vorwiegend in der französischen Hauptstadt spielt. Meine Begleitung kannte sich aus und fand sehr viele Orte, die im Film gezeigt wurden. Wir gingen unter anderem zur Sacre Coeur, zum Gare du Nord oder die Rue Mouffetard entlang. Eine wesentliche Sehenswürdigkeit war natürlich auch das „Cafe des 2 Moulins“, das uns ein wenig enttäuscht hat. Auf Zelluloid sieht es anders aus als in der Realität, z.B. gibt es den Tabakstand von Georgette dort gar nicht. Als wir uns auf den Stufen der Sacre Coeur über den Film und unsere Tour unterhielten, kam uns die Idee, dass man doch sicherlich darüber ein Buch machen könnte. Wieviele Paris-Touristen haben wohl genau dasselbe Interesse auf den Spuren dieser Geschichte von Amelie zu wandeln? Doch wie so oft verblieb die Idee nur für einen Nachmittag. Weiterlesen …

Langweile in Verzug (Magic in the moonlight, USA 2014)

©Gravier Productions

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Der Populär-Wissenschaftler Erich von Däniken ist umstritten. Er sagt, dass Aliens die Erde längst besucht haben und unter anderem für den Bau der Pyramiden verantwortlich sind. Jeder würde sagen, von Däniken sei ein Spinner. Dagegen meinte ein bekannter Physiker, dass von Däniken nicht unrecht habe. Seine Theorie könne bislang jedenfalls nicht widerlegt werden, obwohl sie natürlich sehr unwahrscheinlich sei. Ähnlich verhält sich das Ganze beim aktuellen Woody Allen-Film Magic in the Moonlight. Berlin 1928: Der sarkastische Meisterzauberer Stanley (Colin Firth) bekommt den Auftrag in Südfrankreich die reiche Familie Catlegde zu besuchen, die einem Medium namens Sophie (Emma Stone) auf den Leim gegangen ist. Ausnahmslos alle Familienmitglieder glauben an ihre Kraft in die Vergangenheit und Zukunft zu schauen sowie in Seancen mit Toten sprechen zu können. Stanley, Brite durch und durch, als wäre er dem Burberry-Katalog entsprungen, ist erfahren im Entlarven von Scharlatanerie, kennt er doch alle Tricks seiner Zunft: „What you see, is what you get.“ Die charmante Sophie weiß sich zu helfen, in dem sie Stanley mit richtigen Aussagen über sein Leben vor den Kopf stößt. Der überkorrekte Gentleman traut der Welt nicht mehr – ist Sophie doch ein wahres Medium und gibt es echte Magie?  Weiterlesen …

11 perfekte Momente von Songs in Filmen

©Miramax

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Das kennen wir wohl alle. Der ausgewählte Film läuft über die Leinwand oder die heimatliche Mattscheibe. Und plötzlich geschieht es: Ein magischer Moment entfaltet sich, ein Song setzt ein und sorgt für Gänsehaut. Man schmilzt dahin. Oft ist es völlig egal wie sehr das Gesehene bisher begeistern konnte, diese eine Szene nimmt dich in ihren Bann, geht eine wundervolle Symbiose zweier unterschiedlicher und doch einander so nahen Künste ein. Filme und Musik verbinden wir untrennbar mit Momenten in unserem Leben. Es ist die beste und einzige Art der Zeitreise, die uns Menschen heute möglich ist. Für lange, lange Zeit fest in unserem Gedächtnis verankert, lassen wir uns von diesen beiden wunderbaren Medien in die Vergangenheit entführen. Zeitgleich zeigen sie zu welchen Wundern der Mensch möglich ist. Was wäre das Leben ohne Musik und Film? Auf jedenfalls Eines: Weniger schön.“ Weiterlesen …